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Ärzteschaft

Honorarverhandlungen: Ärzte rufen Kassen zum Einlenken auf

Dienstag, 12. August 2008

Berlin – Im Streit über die Erhöhung der Honorare rücken die Ärzte nicht von ihren Forderungen ab. Wenn die Krankenkassen nicht mindestens eine Honoraraufbesserung von 2,5 Milliarden Euro anböten, würden die Ärzte auch bei der nächsten Verhandlungsrunde Ende August nicht antreten, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, am Dienstag in Berlin. Am 27. und 28. August wollen sich Kassen und Ärzte erneut zu Gesprächen treffen.

Als „desillusionierend für all jene, die in der Zukunft auf Direktverträge zwischen Ärzten und Krankenkassen setzen“, hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Kuno Winn, die Honorarverhandlungen bezeichnet. „Spätestens dies sollte nun wirklich all denen die Augen öffnen, die planen, ihr Heil künftig unreflektiert in den Armen der Krankenkassen statt im Kollektivsystem zu suchen“, sagte er. Winn kündigte für den Fall eines endgültigen Scheiterns der Honorarverhandlungen an, gemeinsam mit anderen Ärzteverbänden eine bundesweite Welle an Protest- und Streikmaßnahmen zu organisieren.

Zum Einlenken forderte auch der NAV-Virchowbund die Krankenkassen auf. „Die bloße Verweigerung längst unstrittiger Honorarforderungen der Ärzteschaft führt nicht zum Ziel einer besseren Versorgung, sondern verschlechtert sie weiter“, sagte der Bundesvorsitzende des Verbandes, Klaus Bittmann. Der rasant fortschreitende Ärztemangel sei eine direkte Folge der Honorarpolitik der Krankenkassen in den vergangenen Jahren.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen wies die „Streikdrohungen und Ultimaten“ zurück. „Wir fordern die Ärztevertreter auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, sagte Verbandssprecher Florian Lanz. © hil/aerzteblatt.de

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