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The Lancet |
Düsseldorf – Die muskulösen Körper vieler Olympioniken hinterließen bei kritischen Beobachtern den Eindruck, dass der eine oder andere in der Trainingsphase vielleicht doch verbotene anabole Substanzen eingesetzt haben könnte. Schön anzusehen waren die Sportler aber allemal. Dass Doping auch aus ästhetischer Sicht durchaus hässliche Folgen haben kann, zeigt indes ein Fallbericht im Lancet (2008: 371: 656).
Der früher als Amateur-Bodybuilder agierende Mann habe sich mit subfebrilen Temperatur vorgestellt, berichten Peter Arne Gerber von der Düsseldorfer Universitätsklinik und Mitarbeiter. Bei der Untersuchung entdeckten die Hautärzte massive Ulzerationen der Haut, Abszesse und Pusteln auf der Brust und dem oberen Rücken. Erst auf hartnäckiges Nachfragen der Ärzte hin gab der Patient einen fortwährenden Missbrauch von anabolen Steroiden (zweimal wöchentlich 250 Milligramm Testosteron Enanthat und 30 Milligramm Metandienon) zu.
Die Dermatologen stellten die Diagnose einer schweren steroidinduzierten Acne conglobata. Zu den Nebenbefunden zählte eine Hodenatrophie mit verringerter Spermaproduktion. Nach Absetzen der Anabolika und einer kombinierten antiseptischen und antibiotischen Therapie heilte die Akne rasch ab. Zurück blieb allerdings eine erhebliche Vernarbung, durch die der Mann für den Rest seines Lebens gezeichnet bleiben wird. © rme/aerzteblatt.de
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