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Medizinrechtler: Sterbehilfe in bestimmten Fälle nicht bestrafen

Mittwoch, 17. September 2008

Mannheim – Für ein Verbot der aktiven Sterbehilfe sprechen nach Ansicht des Mannheimer Medizinrechtlers Jochen Taupitz gute Gründe. Im Einzelfall sollte aber von Strafe abgesehen werden können, „wenn der Täter wirklich in einem Gewissenskonflikt gestanden hat“, sagte das Mitglied des Deutschen Ethikrats in einem Interview der Mannheimer Universitätszeitschrift „Forum“ (3/2008).

Nach Ansicht des Rechtswissenschaftlers ist Ethik oft zwiespältig. Eine Zulassung der aktiven Sterbehilfe könnte zwar jenen helfen, die sich von unerträglichem Leid befreien wollten, aber sich nicht selbst töten könnten. Aktive Sterbehilfe beinhalte aber auch eine hohe Gefahr des Missbrauchs: „Es ist ja äußerst schwer zu ermitteln, ob derjenige, der durch fremde Hand gestorben ist, dies auch wirklich wollte.“ 

Taupitz sprach sich zugleich für eine vollständige Freigabe der embryonalen Stammzellenforschung ohne Stichtag aus. In Deutschland beschränke man die Freiheit der Forschung, obwohl sie von der Verfassung geschützt sei, so der Jurist. Die embryonale Stammzellenforschung wird unter anderem von der katholischen Kirche entschieden abgelehnt. © kna/aerzteblatt.de

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