Ausland

Großbritannien: Oberstes Gericht soll Sterbehilfegesetz klären

Montag, 29. September 2008

London – Das Oberste Gericht in Großbritannien soll in den kommenden Wochen die Gesetzeslage zur Sterbehilfe klären. Laut britischen Medienberichten vom Sonntag hat die an multipler Sklerose erkrankte Debbie Purdy eine Entscheidung gefordert. Die 45-Jährige will ihren Ehemann Omar Puente vor strafrechtlicher Verfolgung schützen, falls er sie zu einer Sterbeklinik in die Schweiz begleitet. 

Bislang ist die aktive Sterbehilfe in Großbritannien illegal und kann mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden. Die richterliche Überprüfung des Falls soll am Donnerstag beginnen. Ein Urteil wird innerhalb von vierzehn Tagen erwartet. Trotz der geltenden Gesetze sollen seit 1992 fast 100 Briten ihr Leben ohne strafrechtliche Konsequenzen für ihre Familienmitglieder in der Schweiz beendet haben. 

Im Jahr 2001 hatte der High Court in London ein ähnliches Anliegen von Diane Pretty abgewiesen. Weil die seinerzeit 42-Jährige vom Hals abwärts gelähmt war und sich nicht selbst töten konnte, hatte sie um Strafffreiheit für ihren Mann gebeten, der ihr beim Sterben helfen sollte. Das Anliegen Prettys, die im März 2002 starb, war auch vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte abgelehnt worden. © kna/aerzteblatt.de

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