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Hohe UV-Exposition durch Energiesparlampen

Freitag, 10. Oktober 2008

London – Energiesparlampen emittieren einer Studie in Radiation Protection Dosimetry (2008; doi: 10.1093/rpd/ncn234) zufolge größere Mengen UV-Licht, was vor allem bei Menschen mit Lichtallergie zu Problemen führen kann. Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko bestehen nach Ansicht der britischen Health Protection Agency (HPA) jedoch nicht.

Die Untersuchung der HPA wurde dem Vernehmen nach von Patienten mit erhöhter UV-Sensibilität angeregt, die über Sonnenbrände berichteten. Die daraufhin durchgeführten Messungen ergaben, dass einige Energiesparlampen tatsächlich starke UV-Strahler sind.

Betroffen sind einzig Lampen, die nicht von einem Glaskolben umhüllt sind. Er verleiht den Leuchtmitteln ein Aussehen ähnlich einer Glühbirne (wovon sich die Hersteller in erster Linie eine gesteigerte Akzeptanz bei den Verbrauchern versprechen dürften). Im Nebeneffekt sind die Glaskolben jedoch effektive UV-Filter.

Ohne Glaskolben können Energiesparlampen UV-Licht in einer Dosis emittieren, die der eines wolkenlosen Sommertags entsprechen. Diese Dosis wird allerdings nur in unmittelbarer Nähe (zwei Zentimeter) vom Leuchtmittel erreicht. Im Abstand von 30 cm ist die Dosis des UV-Lichts niedriger als im Freien an einem sonnigen Wintertag, was für die Haut im Allgemeinen nicht schädlich ist.

Die HPA hat dennoch eine vorsorgliche Warnung herausgegeben. Sie rät den Verbrauchern sich nicht über längere Zeit näher als 30 cm von Energiesparlampen entfernt aufzuhalten oder solche mit einem Glaskolben einzusetzen. © rme/aerzteblatt.de

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