Medizin

Brandwunden: Honig verkürzt Wundheilung

Dienstag, 14. Oktober 2008

Auckland – Honig ist möglicherweise ein ideales Mittel zur Behandlung milder bis moderater Brandwunden. Dies geht aus einer entsprechenden Cochranestudie hervor. (DOI: 10.1002/14651858.CD005083.pub2). Danach verkürzt der Einsatz von Honig die Wundheilungszeit im Vergleich zur Behandlung mit Verbänden.

Bereits im alten Ägypten kam Honig zur Behandlung von Wunden zum Einsatz. Es ist bisher unklar, wie genau Honig zur Wundheilung beiträgt. Während das Bienenprodukt scheinbar die Gewebeerneuerung begünstigt, interessieren sich aktuelle Studien vor allem für die antibakteriellen Effekte.

Die Metaanalyse umfasste 19 Studien mit 2.554 Patienten mit verschiedenen Wunden. Es zeigte sich, dass die Anwendung von Honig die Wundheilungsdauer moderater Verbrennungen effektiver reduzieren konnte als Mullverbände. Bei Schürf-, Schnitt-, Riss- und chirurgischen Wunden sowie Ulzera hingegen konnten die Forscher keinen Vorteil von Honig im Vergleich zu herkömmlichen Verbänden feststellen.

„Wir betrachten diese Ergebnisse mit Vorsicht, aber es scheint tatsächlich so, als könne Honig die Heilung von Brandverletzungen beschleunigen“, erklärt Studienleiter Andrew Jull von der University of Auckland.

Die Cochraneforscher raten daher nicht zur Behandlung anderer Wunden mit Honig. „Die Gesundheitsversorgung sollte in Behandlungen investieren, die sich in der Anwendung bewährt haben“, erklärt Jull: „Wir werden jedoch weiterhin untersuchen, welche Effekte Honig genau hat und wie sich diese nutzen lassen.“ © hil/aerzteblatt.de

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