Paris – Fast drei Jahre nach ihrer spektakulären Gesichtstransplantation hat sich die Französin Isabelle Dinoire an ihr neues Aussehen gewöhnt. „Dieses Gesicht, das ist meins“, sagte die 41-Jährige am Montag dem Sender „RTL“.
Am Anfang sei es nicht einfach gewesen, aber mittlerweile habe sie das Gefühl, etwas Hübsches anzusehen. Noch vor einem Jahr hatte Dinoire in einem Interview gestanden, sie habe sich zwar an ihr neues Gesicht gewöhnt, werde es aber wohl nie als ihr eigenes annehmen. Heute mache sie regelmäßig Bewegungstherapie, um die Gesichtsmuskeln zu reaktivieren. Ihr neues Gesicht sei wie eine zweite Haut, „und diese Haut ist meine Haut“.
Dinoire hatte im Mai 2005 durch einen Biss ihrer Hündin beide Lippen, ihre Nase und das Kinn verloren. Mit ihrem entstellten Gesicht konnte sie weder sprechen noch normal essen.
Am 30. November 2005 verpflanzten ihr Ärzte in Amiens darauf in einer Weltpremiere die fehlenden Teile, die von einer hirntoten Spenderin stammten. Mit dem Interview wollte die Französin für Organspenden werben. Gesichtstransplantationen dürften nicht länger als Tabu gesehen werden, sagte sie. © afp/aerzteblatt.de
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