Herzinfarkt: Weniger kardiogene Schockfälle seit Einführung der PCI
Dienstag, 4. November 2008
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| dpa |
Basel – Die Zahl der Herzinfarktpatienten, die in der Klinik einen kardiogenen Schock erleiden, ist seit Einführung der perkutanen koronaren Intervention (PCI) deutlich gesunken. Das geht aus der Analyse eines Schweizer Patientenregisters in den Annals of Internal Medicine (2008; 149: 618-626) hervor.
Zum kardiogenen Schock kommt es, wenn das Herz nicht mehr genügend Blut in den Kreislauf pumpen kann. Unbehandelt endet die Komplikation immer tödlich. Auch in der Klinik bleibt ein kardiogener Schock ein lebensgefährliches Ereignis.
Inzidenz und Mortalität sind jedoch in den letzten zehn Jahren zurückgegangen, wie eine Analyse des AMIS (Acute Myocardial Infarction in Switzerland) Plus Registers zeigt, welche die Gruppe um Raban Jeger vom Kantonsspital Basel durchgeführt hat. AMIS Plus wurde 1997 an der Universität Genf eingerichtet. Inzwischen beteiligen sich 70 von 106 Kliniken des Landes, die Patienten mit akutem Herzinfarkt behandeln. Das Register umfasst fast 24.000 Einträge.
Seit 1997 hat sich die Behandlung des Herzinfarkts durch die Einführung der PCI deutlich verändert. Eine Folge ist der Rückgang der Patienten, die im Krankenhaus einen kardiogenen Schock erleiden, während die Zahl der Patienten, die ihn vor Erreichen der Klinik erleiden, gleich geblieben ist.
Insgesamt ist das Risiko von Patienten, im Krankenhaus an einem kardiogenen Schock zu sterben, um 41 Prozent zurückgegangen (Odds Ratio 0,59; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,39-0,89). Die Gesamtkliniksterblichkeit ging sogar um 53 Prozent zurück (Odds Ratio 0,47; 0,30-0,73). © rme/aerzteblatt.de
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