Politik

Hospiz-Stiftung kritisiert Patientenverfügungsentwurf

Montag, 10. November 2008

Berlin – Die Deutsche Hospiz Stiftung hat den jüngsten Entwurf für eine Patientenverfügung kritisiert. Das Papier der Abgeordneten Wolfgang Zöller (CSU) und Hans Georg Faust (CDU) falle „leider weit hinter den aktuellen Stand der Diskussion zurück“, erklärte der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, am Montag in Berlin.

„Auch wenn zu begrüßen ist, dass der Bundestag die Debatte jetzt intensiviert - der Entwurf von Zöller und Faust ist nichts als ein Placebo und alles andere als ein gangbarer Kompromiss.“

Besonders bedenklich sei, „dass der Vorschlag jede mündliche Äußerung, und sei sie nur nebenbei geäußert, als gültige Patientenverfügung auffasst“, erklärte Brysch. „Anders als die vorliegenden Entwürfe lässt dieser Vorschlag damit selbst die elementarsten Sicherungen gegen Fremdbestimmung und Missbrauch außen vor.“ Fehlinterpretationen sei „damit Tür und Tor geöffnet“. Zöller und Faust wollten ihr Papier am Mittwoch vorstellen.

Der bereits vorliegende Entwurf einer Abgeordnetengruppe um Wolfgang Bosbach (CDU) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne) räumt den Vormundschaftsgerichten laut Brysch eine zu große Rolle ein, selbst wenn es eine aufgeklärte Patientenverfügung gebe.

Dem Entwurf einer großen Abgeordnetengruppe um den SPD-Abgeordneten Joachim Stünker fehlt Brysch zufolge „die Einsicht, dass Beratungsgespräche wichtig sind, um zu einer aufgeklärten und damit wirklich selbstbestimmten Patientenverfügung zu gelangen“. © afp/aerzteblatt.de

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