Ärzteschaft

KBV-Vertreter­ver­samm­lung betont Be­deutung des Kollektiv­ver­trages

Freitag, 5. Dezember 2008

Berlin – Die Bedeutung des Kollektivvertrages hat die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) betont. Das Gremium traf sich am 5. Dezember in Berlin. „Die Gemeinschaft der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und der KBV setzt ein Zeichen gegen die Zerfledderung und Zerstörung einer immer noch ausgesprochen guten Versorgungsstruktur. Schließlich schneidet das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich hervorragend ab“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Köhler.

Die Delegierten bekräftigten aber, sich systematisch auf alle ausgeschriebenen Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung und zur besonderen ambulanten ärztlichen Versorgung zu bewerben. Die KVen wollten hierzu alle Möglichkeiten nutzen.

Die Vertreterversammlung forderte einen fairen Wettbewerb um bessere Versorgungskonzepte auf Basis des Kollektivvertrags. „Das schwer erkämpfte Praxisschild mit dem Zusatz ,alle Kassen‘ darf jetzt nicht leichtfertig wieder verspielt werden“ sagte Köhler.

Einen weiteren Schwerpunkt der Diskussion auf der Vertreterversammlung bildeten die Auswirkungen der Honorarreform. In Schleswig-Holstein komme außer bei den Psychotherapeuten praktisch nicht mehr Geld in den Praxen an, sagte die kommissarische Vorstandsvorsitzende der dortigen Kassenärztlichen Vereinigung, Dr. med. Ingeborg Kreuz. „Bei uns brennt die Hütte“. Sie verwies auf Praxen, die aufgrund vorläufiger Mitteilungen damit rechnen müssten „20 Prozent, 30 Prozent oder 40 Prozent Honorar zu verlieren.“

Dass es Verwerfungen zwischen Arztgruppen geben werde, sei von vornherein klar gewesen, hielt Köhler vor der Presse den Kritikern entgegen. Nach bisherigen Auswertungen sei dabei keine Arztgruppe benachteiligt oder bevorzugt worden. Köhler bekräftigte, die Kassenärzte bekämen 2009 insgesamt 2,7 Milliarden Euro mehr Honorar plus eine Reserve von 400 Millionen Euro. © stü/hil/aerzteblatt.de

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