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Bundesärztekammer beklagt Verstöße gegen Menschenrechte in der Pflege

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Stuttgart – „Erhebliche Verstöße“ gegen die Menschenrechte in der Pflege prangert die Bundesärztekammer (BÄK) an. Eine flächendeckende und menschenwürdige Grundversorgung Pflegebedürftiger sei in Deutschland offensichtlich nicht mehr gewährleistet, erklärte Vizepräsident Frank Ulrich Montgomery am Mittwoch in Stuttgart. Es sei sogar zu vermuten, dass in einer nicht feststellbaren Zahl von Einzelfällen die individuellen Rechte auf Pflege und angemessene Unterbringung verletzt würden, sagte Montgomery zum 60. Jahrestag der Menschenrechtserklärung.

Als schwierig bezeichnete der BÄK-Menschenrechtsbeauftragte die medizinische Versorgung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus. Für die Ärzte sei es entsetzlich zu sehen, wie viele dieser Patienten aus Angst vor Entdeckung erst sehr spät einen Arzt aufsuchten, manche auch zu spät. Montgomery wies darauf hin, dass es in Deutschland noch in keinem einzigen Fall einen Vorwurf an die Ärzteschaft gegeben habe, sie habe einen Menschen mit unklarem Aufenthaltsstatus unversorgt gelassen. Darauf sei er stolz.

Gesundheitspolitik lasse sich nicht von der Menschenrechtsfrage trennen, betonte Montgomery, der eine zunehmende Rationalisierung von Gesundheitsleistungen beklagte. Schon gebe es neben den klassischen Randgruppen weitere Gruppen in der Gesellschaft, die der Schutzlosigkeit preisgegeben seien und unter der Rationalisierung besonders litten. © kna/aerzteblatt.de

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