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REM-Schlafstörung als Frühsymptom für Parkinson und Alzheimer

Dienstag, 30. Dezember 2008

Montréal – Jeder zweite Patient mit einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung erkrankt in den folgenden zwölf Jahren an Parkinson, Alzheimer oder anderen neurodegenerativen Störungen. Dies zeigt eine Studie aus Kanada in Neurology (2008; doi: 10.1212/01.wnl.0000340980.19702.6e).

Die REM-Schlaf-Verhaltensstörung ist ebenso selten wie spektakulär. Bei den Patienten unterbleibt die Relaxation des Muskeltonus während des REM-Schlafs, was dazu führt, dass die Patienten ihre Trauminhalte in Bewegungen umsetzen können. Patienten mit REM-Schlaf-Verhaltensstörung stoßen und schlagen im Schlaf um sich – manchmal sogar mit einem Risiko für den Bettnachbarn.

Ronald Postuma von der McGill Universität in Montréal ist dem Schicksal von 93 Patienten nachgegangen, bei denen im Schlaflabor die Diagnose einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung gestellt worden war. 26 Patienten erkrankten in den ersten Jahren danach an einer neurodegenerativen Erkrankung: 14 Patienten entwickelten einen Morbus Parkinson, 7 Patienten eine Lewy-Körperchen-Demenz, bei 4 Patienten wurde ein Morbus Alzheimer diagnostiziert, ein Patient entwickelte eine Multi-System-Atrophie.

Aus den Überlebenskurven zeichnet sich ab, dass nach etwa 12 Jahren die Hälfte der Patienten (genauer 52 Prozent) eine neurodegenerative Erkrankung entwickeln wird. Postuma rät deshalb dringend, Patienten mit REM-Schlaf-Verhaltensstörung auf erste Anzeichen einer neurodegenerativen Erkrankung hin zu untersuchen. © rme/aerzteblatt.de

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