Ausland

Belgiens Kirche kritisiert neues Embryonengesetz

Mittwoch, 14. Januar 2009

Vatikanstadt – Belgiens katholische Bischöfe haben das neue Bioethikgesetz ihres Landes als beängstigend bezeichnet. Dass Embryonen als „menschliches organisches Material“ bezeichnet würden, lasse einen frösteln, erklärten die Kirchenführer laut einem Beitrag der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ vom Mittwoch. „Alles, was den Menschen verdinglicht, stellt einen Rückschritt im Projekt der menschlichen Zivilisation dar“, so die Bischöfe wörtlich. 

Das Gesetz, das unter anderem die medizinische und wissenschaftliche Nutzung von menschlichen Keimzellen und Embryonen gestattet, war vor wenigen Tagen von König Albert II. in Kraft gesetzt worden.

Zuvor hatte es am 4. Dezember mit 95 Ja-Stimmen und 34 Enthaltungen ohne Gegenstimme das belgische Parlament passiert. Belgien erlaubt damit in weitem Umfang die Gewinnung und Nutzung von embryonalen Stammzellen. 

Die belgischen Bischöfe betonten, nicht alles, was technisch möglich sei, sei auch moralisch wünschenswert. Die Kirche begrüße zwar den wissenschaftlichen Fortschritt, aber dieser dürfe nicht die „unsichtbare moralische Grenze“ der Menschenwürde verletzen. © kna/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

4.235 News Ausland

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige