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Zahl der Organspenden 2008 zurückgegangen

Mittwoch, 14. Januar 2009

Frankfurt/Main –  Die Zahl der Organspenden ist nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) im vergangenen Jahr zurückgegangen. Während 2007 noch 4.140 Organe gespendet wurden, waren es 2008 nach vorläufigen Angaben 3.945, wie die DSO am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte. Dadurch konnten rund 200 Transplantationen weniger durchgeführt werden, statt 4.251 im Jahr 2007 nur 4.050.

Als Grund für den Rückgang nannte die DSO die mangelhafte Koordinierung von Organspenden. Laut Transplantationsgesetz seien Organspenden als „Gemeinschaftsaufgabe“ vieler Beteiligter wie Krankenhäuser, Gesundheitsverwaltungen, Ärztekammern und Ministerien definiert. „Jeder kann sich hinter dem Begriff Gemeinschaftsaufgabe verstecken, es gibt zu wenige Verbindlichkeiten“, kritisierte der medizinische DSO-Vorstandsvorsitzende, Günter Kirste.

Mit einem Modellprojekt will die Universitätsklinik Münster (UKM) nun die Zahl der Organspenden erhöhen. Ziel sei es, die Meldebereitschaft potenzieller Spender aus anderen Krankenhäusern zu verbessern, sagte ein Kliniksprecher.

Das Explantationsteam des UKM kann künftig bei Organentnahmen in anderen Krankenhäusern eigene Entnahmeassistenten mitbringen. Damit sollen Krankenhäuser mit Organspendern in der Nachbarschaft entlastet werden. Darüber hinaus sucht ein neu benannter Organspendebeauftragter das Gespräch mit Angehörigen, um die Bereitschaft zur Organspende zu klären.

Jährlich sterben der DSO zufolge rund 1.000 Patienten auf der Warteliste für ein Organ und Nierenpatienten warten durchschnittlich bis zu sechs Jahre auf eine Transplantation. Bundesweit seien rund 12.000 Menschen auf eine Organspende angewiesen. © ddp/aerzteblatt.de

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