Ärzteschaft

Patientenverfügungen: Bundesärztekammer für Entwurf von Zöller und Faust

Donnerstag, 22. Januar 2009

Osnabrück – Die Bundesärztekammer bevorzugt angesichts der Bundestagsdebatte über Patientenverfügungen unter den vorliegenden drei Entwürfen denjenigen der Abgeordneten Wolfgang Zöller (CSU) und Hans-Georg Faust (CDU).

Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Donnerstag sagte der Präsident der Bundesärztekammer Jörg-Dietrich Hoppe: „Dieser Entwurf legt viel Wert auf die ärztliche Fürsorgepflicht.“ Hoppe bekräftigte, dass die Bundesärztekammer eigentlich keine gesetzliche Regelung für nötig hält. Ärzte wüssten, wie sie sich im Fall von Sterbebegleitung zu verhalten hätten. „Die Rechtslage ist klar.“

Scharf kritisierte Hoppe den Entwurf des SPD-Abgeordneten Joachim Stünker: „Die ärztliche Fürsorgepflicht spielt überhaupt keine Rolle.“ Nur ganz am Rande komme in dem Entwurf „irgendwo“ ein Arzt vor, „sonst ist der Betreuer die wichtige Figur“.

Den Entwurf der Abgeordneten Wolfgang Bosbach (CDU) und René Röspel (SPD) nannte Hoppe „intellektuell brillant, aber sehr kompliziert durchzuführen“. So müssten alle möglichen Dinge beachtet werden. Schon wenn die Patientenverfügung geschrieben werde, müsse der Unterzeichner alle medizinischen Möglichkeiten kennen, die für die spätere Situation zuträfen. „Das ist schwierig“, sagte der Ärztepräsident. © ddp/aerzteblatt.de

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