Politik

Experten empfehlen fünf statt drei Pflegestufen

Dienstag, 27. Januar 2009

Düsseldorf – In Zukunft sollen einem Zeitungsbericht zufolge deutlich mehr Menschen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung haben als bisher.

Vor allem Demenzkranke sollten durch die Erweiterung von bislang drei Pflegestufen auf künftig fünf „Bedarfsgrade“ besser gestellt werden, berichtet die „Rheinische Post“ am Dienstag unter Berufung auf ein Gutachten des Pflegebeirats der Regierung, das am Donnerstag Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) überreicht werden solle.

Laut dem Gutachten, aus dem die „Rheinische Post“ zitiert, werden Pflegebedürftige künftig nach einem neuartigen Verfahren eingestuft. Dabei sollten „sowohl körperliche Beeinträchtigungen als auch kognitiv/psychische Einbußen und Verhaltensauffälligkeiten, die einen spezifischen Unterstützungsbedarf nach sich ziehen“, berücksichtigt werden.

Grundsätzlich solle mehr Gerechtigkeit in der Versorgung hergestellt werden zwischen Menschen mit körperlichen Gebrechen und mit geistigen Einschränkungen. Bislang sei der Begriff der Pflegebedürftigkeit „einseitig auf die Bedürfnisse vor allem altersgebrechlicher Menschen ausgerichtet“, kritisieren die Experten. © afp/aerzteblatt.de

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