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Laumann möchte KVen Nordrhein und Westfalen-Lippe fusionieren

Donnerstag, 5. Februar 2009

Karl-Josef Laumann /dpa

Düsseldorf – Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich für einen Zusammenschluss der beiden Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) des Landes ausgesprochen.

„An einer Kassenärztlichen Vereinigung, die ein Viertel der niedergelassenen Ärzte in Deutschland verträte, würde man in Berlin nicht vorbeikommen“, sagte der CDU-Politiker auf der Festveranstaltung zum fünfzigjährigen Bestehen der Nordrheinischen Ärzteversorgung in Düsseldorf.

Laumann sieht die Kassenärzte in Nordrhein-Westfalen bei der Reform der ambulanten Vergütung benachteiligt. Schon im September 2008 hatte er kritisiert, dass die bayerischen Kassenärzte eine stärkere Honorarerhöhung als die nordrheinischen bekommen sollten, obwohl sie im Durchschnitt 33.000 Euro mehr verdienten.

Laumann hält das in Zeiten eines bundeseinheitlichen Krankenkassenbeitragssatzes für nicht zu rechtfertigen. „Dass die 2,7 Milliarden Euro Honorarzuwachs so ungleich verteilt worden sind, können wir nicht Ulla Schmidt anlasten“, sagte er jetzt. Dies sei Sache der Selbstverwaltung. „Wir müssen die nordrhein-westfälischen Interessen stärker vertreten.“

Es gelte, den Grundsatz „Einigkeit macht stark“ zu beherzigen. Bei 16 Bundesländern müsse es auch 16 Kassenärztliche Vereinigungen geben und nicht 17 wie heute. Allerdings zählen die beiden KVen an Rhein und Ruhr schon heute zu den größten in Deutschland.

In der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein sind rund 17.500 Vertragsärzte und Psychologische Psychotherapeuten organisiert, die KV Westfalen-Lippe hat mehr als 13.000 Mitglieder. 

Die Frage, ob er eine Fusion der beiden KVen per Gesetz vorbereite, ließ der Minister  gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt offen: „Zumindest müssen sie zusammenrücken“, sagte Laumann.  Das gelte vor allem für die Interessenvertretung gegenüber der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Berlin.

Die KV Nordrhein und die KV Westfalen-Lippe hatten in den vergangenen Jahren auf eine Stabilisierung der Punktwerte durch Mengenbegrenzungen hingearbeitet und fühlen sich nun abgestraft. Denn der Berechnung der Honoraranteile der Länder liegen die ärztlichen Leistungen des Jahres 2007 zugrunde.  © Stü/aerzteblatt.de

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