Politik

Schmidt für Spezialverträge zur ärztlichen Versorgung in Heimen

Donnerstag, 5. Februar 2009

Hannover – Krankenkassen sollen nach dem Willen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) spezielle Verträge mit Ärzten zur Sicherung der Versorgung in Alten- und Pflegeheimen abschließen.

Schmidt sagte der hannoverschen „Neuen Presse“ vom Donnerstag: „Es ist mit dem ärztlichen Selbstverständnis wohl kaum zu vereinbaren, ausgerechnet alte und kranke Menschen nicht zu behandeln.“ Sie reagierte damit auf Meldungen, nach denen einzelne Ärzte keine Hausbesuche in Altenheimen mehr machen würden, da dies nicht mehr bezahlt werde.

Die Besuche würden honoriert, sagte Schmidt. Die Sozialdemokratin fügte hinzu: „Wenn niedergelassene Ärzte Heimbesuche nicht wahrnehmen, erwarte ich von den Krankenkassen, dass spezielle Verträge mit Ärzten geschlossen werden, die die Versorgung in Alten- und Pflegeheimen sicherstellen.“ Die Heime könnten auch selbst Ärzte anstellen, die aus dem allgemeinen Honorartopf bezahlt würden.

Zu Berichten, wonach Ärzte von Krankenkassen mit Blick auf den Risikostrukturausgleich mehr Geld erhielten, wenn sie Patienten kränker einstuften, sagte Schmidt: „Es gab in Bayern und Niedersachsen Aktionen, die nicht zu dulden sind. Ich gehe davon aus, dass die regionale Aufsicht das unterbindet.“

Wer in betrügerischer Absicht Daten verfälsche – ob von Seiten der Krankenkassen oder von Ärzten –, sei ein Fall für den Staatsanwalt. © ddp/aerzteblatt.de

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