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Volksinitiative gegen künstliche Befruchtung in Polen

Mittwoch, 18. Februar 2009

Warschau – In Polen hat sich eine Volksinitiative gegen künstliche Befruchtung formiert. Der Gesetzentwurf des Bürgerkomitees „Contra In Vitro“ sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren für jeden vor, der die Methode bei Frauen anwendet. Bei der Sammlung der erforderlichen 100.000 Unterschriften setze das Komitee auf die Unterstützung durch die katholische Kirche, sagte der Vorsitzende Jacek Kotula am Mittwoch laut polnischen Medien. 

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Laut Internetseite des Komitees haben sich bereits mehrere Bischöfe hinter die Volksinitiative gestellt, darunter auch der Episkopats-Vorsitzende, Erzbischof Jozef Michalik von Przemysl.

Kommen 100.000 Unterschriften zusammen, muss sich das Parlament mit der Initiative beschäftigen. Einen Volksentscheid können die Bürger nicht durchsetzen. Bislang ist die In-vitro-Fertilisation in Polen nicht gesetzlich geregelt und daher uneingeschränkt erlaubt. 

Überlegungen der konservativ-liberalen Regierung, Frauen künftig eine künstliche Befruchtung über die Krankenkasse zu finanzieren, hatte die Kirche scharf verurteilt. Polens Bischöfe lehnen künstliche Befruchtung strikt ab, weil dabei Embryonen vernichtet würden. 

Die Regierung will dem Parlament demnächst einen Gesetzentwurf zur Regelung der künstlichen Befruchtung vorlegen. Er sieht Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren für die Aufbewahrung und Weitergabe gefrorener überflüssiger Embryonen vor.

Die Volksinitiative fordert Haftstrafen von 5 bis 25 Jahren für Experimente und den Handel mit Embryonen. In Polen gibt es laut Schätzungen Zehntausende Kinder, die mit Hilfe künstlicher Befruchtung geboren wurden. © kna/aerzteblatt.de

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