KV Berlin will Versorgung in Pflegeheimen verbessern
Mittwoch, 18. Februar 2009
Berlin – Die ärztliche Versorgung von Pflegeheimbewohnern verbessern möchte die Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin, Angelika Prehn. Sie sprach sich dafür aus, eine 24-Stunden-Rufbereitschaft für Ärzte und regelmäßige Visiten einzuführen. Dazu müssten allerdings auch alle Krankenkassen bereit sein, aufwendige Heimbesuche besser und vor allem extrabudgetär zu bezahlen.
Vorbild könnte das „Berliner Projekt“ sein, das die KV Berlin vor über zehn Jahren gemeinsam mit der AOK Berlin, der IKK Brandenburg und Berlin, der Berliner Krankenhausgesellschaft und dem Verband der Privatkrankenanstalten Berlin-Brandenburg ins Leben gerufen hat.
38 Pflegeheime kooperieren dabei mit niedergelassenen und mit angestellten Ärzten. Ziel ist eine ganzheitliche Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Die niedergelassenen Ärzte sind dafür Tag und Nacht erreichbar und kommen mindestens einmal pro Woche zur Visite und zu Fallbesprechungen mit dem Pflegepersonal in das Heim.
Das Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegepersonal kann dabei individuell auf die Bewohner eingehen und Krankheitsfälle ausführlich besprechen. Teure Krankentransporte und Krankenhauseinweisungen werden oft überflüssig. „Die beteiligten Krankenkassen erzielen dadurch jährlich Einsparungen in Millionenhöhe“, sagte Prehn.
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