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Angioödem als Kontraindikation für Antihypertonikum Rasilez

Freitag, 20. Februar 2009

London – Patienten, die unter der Behandlung mit dem Renininhibitor Aliskiren ein Angioödem entwickeln, müssen auf ein anderes Antihypertonikum wechseln. Dies fordert die europäische Arzneimittelbehörde EMEA, die eine entsprechende Kontraindikation in den Fachinformationen veranlassen möchte. 

Aliskiren wurde im September 2007 als Rasilez® eingeführt. Es war der erste Vertreter aus der Gruppe der Renin-Inhibitoren. Aliskiren greift am Beginn der Kaskade des Renin-Angiotensin-Systems an. Ob dies einen Vorteil gegenüber ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Blockern bedeutet, entscheidet sich in der Praxis in der Verträglichkeit des Medikaments.

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Bereits in den kontrollierten klinischen Studien traten während der Behandlung mit Rasilez vereinzelt Angioödeme auf. Nach den Angaben in den derzeitigen Fachinformationen soll die Rate vergleichbar mit derjenigen unter Placebo oder Hydrochlorothiazid gewesen sein. Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der EMEA kommt jetzt zu einer anderen Einstufung.

Es fordert, dass Patienten, die in der Vergangenheit bereits einmal unter der Therapie mit Aliskiren ein Angioödem entwickelt haben, diesen Wirkstoff in Zukunft nicht mehr erhalten sollen. Sollte es unter der Therapie zu einem Angioödem kommen, müsse das Medikament sofort abgesetzt werden. Trotz des Risikos überwiegen nach Einschätzung der CHMP die Vorteile des Antihypertonikums, das deshalb nicht von einer Marktrücknahme bedroht ist. © rme/aerzteblatt.de

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