Ausland

Polnische Mutter fordert Sterbehilfe für ihren Sohn

Dienstag, 24. Februar 2009

Warschau – Auch in Polen löst nun der Fall eines unheilbar Kranken eine Debatte über Sterbehilfe aus. Die Mutter des 40-jährigen Krzysztof Jackiewicz forderte am Montag in der Tageszeitung „Dziennik“, ihrem Sohn zu erlauben, so „würdevoll zu sterben wie die Italienerin Eluana Englaro“. Jackiewicz leidet den Angaben zufolge in Folge einer Maserninfektion seit 24 Jahren an subakuter sklerosierender Panenzephalitis (SSPE), einer tödlichen Gehirnschädigung.

Politiker wiesen die Forderung von Barbara Jackiewicz zurück. Der Vorsitzende der Bioethik-Kommission der Regierung, der rechtsliberale Abgeordnete Jaroslaw Gowin, sagte dem Blatt, auch in diesem Fall sei er gegen die Zulassung von Sterbehilfe. Laut Umfrage des Nachrichtenmagazins „Newsweek Polska“ vom Montag befürwortet fast jeder dritte Pole Sterbehilfe. 

Die Regierungskommission hatte im November die Einführung von Patientenverfügungen, sogenannten Testamenten des Lebens, vorgeschlagen. Künftig soll darin jeder festlegen können, wie er im Fall einer schwerwiegenden Erkrankung medizinisch behandelt werden will.

Vor zwei Jahren war in Polen das Sterbehilfegesuch eines 32-jährigen, vollständig gelähmten Mannes gescheitert. Er hatte 14 Jahre zuvor bei einem Motorradunfall eine schwere Wirbelsäulenverletzung erlitten. © kna/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

4.098 News Ausland

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige