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Politik

Gesundheitsversorgung Älterer sichern und verbessern

Mittwoch, 25. Februar 2009

Berlin – Die Ansprüche alter Menschen spielen in der Diskussion um eine weiterhin umfangreiche gesundheitliche Versorgung aller Bürger in Deutschland eine zu kleine Rolle. Darauf hat Bernd Niederland, Bundesgeschäftsführer der Volkssolidarität heute in Berlin hingewiesen.

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Niederland sprach sich für eine Bürgerversicherung aus und forderte unter anderem, niedergelassene Ärzte durch neue Formen der Versorgung zu unterstützen. Als Beispiel nannte er Projekte wie „Schwester AGnES“.

Beim Modellprojekt AGnES (Arztentlastende, Gemeindenahe, E-Health-gestützte, Systemische Intervention) können Hausärzte medizinische Aufgaben oder Krankenbesuche an speziell geschulte Mitarbeiterinnen weitergeben und dadurch mehr Patienten versorgen. Der Sozial- und Wohlfahrtsverband  Volkssolidarität ist vor allem in Ostdeutschland aktiv.

Niederland wies auf Erkenntnisse des Deutschen Zentrums für Altersfragen hin. Danach nimmt die Anzahl der Arztbesuche, vor allem bei chronisch kranken und behinderten Menschen, im Alter zu. Allerdings sei die ärztliche Versorgung in ländlichen Gebieten der neuen Bundesländer kritisch.

Eine gute gesundheitliche Versorgung älterer Menschen erfordere aber einen gleichberechtigten Zugang zu allen Gesundheitsleistungen, erklärte der Geschäftsführer der Volkssolidarität weiter. Seit der Gesundheitsreform von 2004 haben sich seiner Darstellung nach soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit im gesundheitlichen Sektor weiter verstärkt, vor allem bei kranken älteren Menschen. Als Beispiele hierfür nannte Niederland unter anderem, dass die Praxisgebühr eingeführt und wichtige Leistungen aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen wurden. 

Winfrid Alber, Staatssekretär im Gesundheitsministerium Brandenburgs, warnte vor einer Dramatisierung des demografischen Wandels. Er stellte aber klar, dass das hohe Versorgungsniveau in Deutschland nur mit einer entsprechenden Finanzierung zu halten sei. Das Land Brandenburg verfüge durch den Gesundheitsfonds erstmals über die gleichen finanziellen Mittel wie beispielsweise Berlin oder Bayern, sagte Alber. © Wu/aerzteblatt.de 

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