Politik

Berlin will medizinische Versorgung von Menschen ohne Aufenthalt

Dienstag, 24. Februar 2009

Berlin – Das Land Berlin will die medizinische Versorgung von Menschen ohne Aufenthaltsstatus verbessern. Es plant die Einführung „anonymer Krankenscheine“, wie Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linkspartei) am Dienstag im RBB-Inforadio erklärte. Damit könnten sich Zuwanderer, die sich illegal in Berlin aufhalten, ärztlich behandeln lassen, ohne ihre Identität preiszugeben. 

Lompscher sagte, das Land Berlin strebe auch eine Änderung des Melderechts an. Mediziner sollten nicht mehr dazu verpflichtet, sein, die Daten von Patienten ohne Aufenthaltsstatus an die Behörden zu übermitteln. Berlin bereite derzeit eine entsprechende Initiative im Bundesrat vor. 

Die Malteser begrüßten die Pläne. Die Leiterin der Berliner „Malteser Migranten Medizin“, Adelheid Franz, forderte im RRB-Hörfunk jedoch eine finanzielle Absicherung solcher „anonymer Krankenscheine“. Die „Malteser Migranten Medizin“ hilft in der Hauptstadt jährlich rund 3.000 Patienten ohne gültige Aufenthaltspapiere. Nach Schätzungen leben in Berlin bis zu 250.000 Menschen ohne Aufenthaltsstatus. © kna/aerzteblatt.de

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Joe440
am Freitag, 21. August 2009, 20:14

Anonyme Krankenscheine nicht akzeptabel

Was da von den Maltesern begrüßt wurde ist ein Haufen mist um es sehr ehrlich zu betonen!

Menschen die sich hier in Deutschland aufhalten müssen ihren Aufenthalt registrieren. Ganz gleich ob sie nur Verwandte besuchen oder was auch immer. Man kann keinen unangemeldet behandeln und dann die registrierten und hier legalen Bürger für deren Behandlung aufkommen lassen. Wer hierzulande einen Zwischenstop einlegt und dringend behandelt werden muss, so muss dieser Ebenfalls für seine Kosten selbst aufkommen ist doch ganz klar! Von daher also Anonyme Krankenscheine sind unsinn!
malocherdoc (freespeech)
am Mittwoch, 25. Februar 2009, 18:51

Es lebe die Linkspartei (schön als sie sich noch SED nannte) -

Das Problem fängt doch schon mit der Arzthaftung an. (ein boomender Geschäftszweig unserer werten – neidischen – Anwaltskollegen)

(Grundsätzlich bin ich der Meinung, daß man jedem! Menschen, der als Notfall zu Ihnen kommt, ärztlich behandelt werden muss – das verlangt schon unserer Berufsethos. Dass nun jeder auf Kosten der ohnehin verdummgebeutelten, naiven und ewig abgezockten Deutschen sich hier die Zähne sanieren lassen darf etc., will ich nicht unterschreiben.)

Wenn Sie die Leute anonym behandeln, wen stellen die an den Pranger, wenn angeblich oder tatsächlich etwas schief geht. Klar, dann ist der Doktor dran.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß die Behandlung von Erkrankungen bei Asylanten etc einen schönen Vorwand bieten, etwaige Ausweisungsverfahren in die Ewigkeit hinauszuschleppen. An einer Genesung gibt es kein Interesse – ganz im Gegenteil (das Ausmaß der gesellschaftlich finanziellen Belastung in der Größenordnung von 2 Familienvätern, die dafür dann jahrelang buckeln und Steuern zahlen dürfen). Es gibt folglich ein politisch motiviertes Interesse für ewige „unheilbare“ Krankheit.

Siehe auch meinen Kommentar zu den Nutznießer, die schon auf der Psychoschiene nach den Profiten auf Kosten des Steuerzahlers geiern:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/35527/Uniklinik_Hamburg_informiert_Migranten_mit_Website_zu_Psychosen.htm


Weiter im Text:
Außerdem lässt sich der Doktor dann schön in einen Schadenersatzprozess hineinziehen, der eine Ausweisung dann fürs erste unmöglich macht – vielleicht gibt’s nach langem juristischen Opus und zig Berufungsverfahren auch einen schönen Geldregen als Entschädigung für das „zugefügte Leid“.

Erzähl mir keiner, der Mensch ist „gut“.
Wenn’s um die Kohle geht und die unsere Schwachstellen entdecken, hacken die wie immer voll rein. Dann „sind wir Deutschen wieder am Zahlen“. . . für was anderes hat man uns– trotz des widerwärtigem Sympathiegebuhle indoktrinierten Gutmenschentums hierzulande - ja auch nicht lieb . . . ooohhhh

Das ganze ist ja so ein Sumpf!

Gruß
malocherdoc
adonis
am Mittwoch, 25. Februar 2009, 11:07

Unsinn!!

Wenn man in ein Land rechtswidrig eingewandert ist, hat man keinen Anspruch auf Leistungen. So einfach ist das. Und das ist in allen anderen Ländern so.
Ein normal Versicherter hat Anspruch auf medizinische Versorgung. Er hat dafür bezahlt. Wieso soll ein Illegaler nun medizinisch behandelt werden. Dann können wir gleich eine anonyme Unterkunft am besten mit TV, Satelittenschüssel, DSL internetanschluss mit Computer, Essen und Kleidung zur Verfügung stellen.
Allen sog Wohltätern steht natürlich frei, den einzelnen ihre Behandlung zu bezahlen, aber dann bitte aus deren privater Schatulle. Der angeblich soziale Ruf nach der Allgemeinheit ist hier unakzeptabel. Vergessen wir bitte nicht, dass das Leben unter Hartz IV für legal in Deutschland lebende Menschen auch nicht ein Luxusleben ist.
Mensch ohne Aufenthalt
am Dienstag, 24. Februar 2009, 23:09

Mensch ohne Aufenthalt

Der gewählte Titel des Artikels ist inakzeptabel. Es gibt keinen "Menschen ohne Aufenthalt". Ich hätte vom DÄ mehr Sorgfalt bei diesem heiklen Thema erwartet. Inhaltlich bin ich klar für eine umfängliche und angstfreie medizinische Versorgung illegaler Zuwanderer, die genug andere für sie auch wichtige Probleme haben. Da sollte man, wenn sie auch noch krank werden, pragmatisch und menschlich handeln. Illegale Menschen gibt es im Übrigen auch nicht - oder ist Illegal - mir egal.
Joe440
am Dienstag, 24. Februar 2009, 21:09

Fazli Sopjani

Annonyme Krankenscheine für illegale inwanderer?

In erster Linie müsste man sch fragn warum denn eigentlih ein Krankenschein solcher Art ausgstellt werden muss. Es muss doch gemeldet werden wer sich wo behandeln lassen hat ganz was für eine Krankheit es auch war oder? Dis hat meiner Meinung nach Vor und Nachteile. Der einzge Vorteil besteht ja nur darin dass manunerkannt bleibt. Sonst gibt es eigentlich überhaupt nichts was für alle Nutzbringend sein kann.

Wenn es sichaber um einen Notfall handet und dieser in Deutschland nur ein Zwischenstop eingelegt hat um auf schnellstem Wege behandelt zu werden, dann wär eine Annonymität sinnvoll. Sonst eigentlich ist so ein Krankenschein nichts vom Nutzen. Da stellt sich natürlich auh ie Frage wer denn für all die unangemeldeten Patienten finanziell aufkommen soll. Wenn sowas, dann müsste die Botschaft des betreffenden Staates aus dem der Behandete stammt in Kenntnis gesetzt werden, damit die Angehörigen für diese Kosten aufkomme. Es ist unangebracht solche unnötige Arbeiten dem deutschen Staat zu überlassen.
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