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Ermittlungen gegen Vater von Komapatientin Englaro

Freitag, 27. Februar 2009

Rom – Die italienische Justiz hat wegen des Todes der Komapatientin Eluana Englaro Ermittlungen gegen 14 Menschen wegen vorsätzlicher Tötung aufgenommen. Unter den Beschuldigten sei auch der Vater der Frau, sagte der Anwalt der Familie, Vittorio Angiolini, am Freitag.

Die Staatsanwaltschaft von Udine, wo Englaro am 9. Februar nach 17 Jahren im Koma in einer Klinik gestorben war, habe wegen des italienischen Strafrechts keine andere Wahl gehabt, als der Klage des „Komitees Wahrheit und Leben“ nachzugehen. Dies bedeute aber nicht, dass es zu einem Verfahren kommen müsse, sagte Angiolini. Die Familie sei deshalb nicht beunruhigt.

Neben dem Vater wurden demnach die Klinikangestellten und insbesondere der Arzt, der die Ernährung der Komapatientin gestoppt hatte, beschuldigt. Das „Komitee Wahrheit und Leben“ bezeichnet sich selbst als konfessionslos, unterstützt aber nach eigenen Angaben die Auffassungen des Vatikans.

Der Fall der Frau, die nach einem Autounfall ins Koma gefallen war, hatte ganz Italien bewegt und eine kontroverse Debatte über Sterbehilfe ausgelöst. © afp/aerzteblatt.de

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