Medizin

Fernsehen erhöht Asthmarisiko bei Kleinkindern

Dienstag, 3. März 2009

Bristol – Zu viel Fernsehen könnte infolge der damit verbundenen körperlichen Inaktivität bei kleinen Kindern das Asthmarisiko erhöhen. In einer Kohortenstudie in Thorax (2009 doi 10.1136/thx.2008.104406) war ein Medienkonsum von mehr als 2 Stunden am Tag mit einer beinahe zweifach erhöhten Rate von Asthmaerkrankungen im Alter von 11 Jahren assoziiert.

Die Ergebnisse basieren auf der Avon Longitudinal Study of Parents and Children (ALSPAC). Sie begleitet bis heute eine Gruppe von 14.000 Frauen seit deren Schwangerschaft in den Jahren 1991/1992. Die Mütter werden seither jährlich nach den Erkrankungen ihrer Kinder, aber auch nach deren Freizeitgewohnheiten befragt.

In die Studie wurden etwa 3.000 Kinder einbezogen, die im Alter von dreieinhalb Jahren keine asthmaähnlichen Symptome („wheezing“) hatten. Damit sollte ausgeschlossen werden, dass die Erkrankung die Kinder vielleicht so sehr behinderte, dass sie lieber vor dem Fernseher saßen, als an der frischen Luft zu spielen.

Im Alter von 11 Jahren litten 6,5 Prozent der Gesamtgruppe der Kinder an Asthma. Bei jenen, die im Alter von 3,5 Jahren mehr als zwei Stunden vor dem Fernsehen verbrachten hatten, war die Rate fast doppelt so hoch.

Die Autoren vermuten, dass die körperliche Passivität die Entwicklung der Lungen behindert, was die Assoziation plausibel erklären würde. Da Mitte der 90er-Jahre Computer und Spielkonsolen noch nicht so verbreitet waren wie heute, wurden die dort verbrachte Zeit nicht erfragt. © rme/aerzteblatt.de

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