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Theorie zur familären Belastung bei Hirnaneurysmen widerlegt

Donnerstag, 5. März 2009

Cincinatti – Hirnaneurysmarupturen treten in nachfolgenden Generationen nicht früher auf. Dies geht aus einer internationalen Studie unter Federführung der University of Cincinatti hervor. Die Arbeitsgruppe publizierte ihre Ergebnisse im Fachblatt der American Academy of Neurology (Neurology 2009; 72:695-698).

Menschen mit einer positiven Familienanamnese für Hirnaneurysmata haben ein erhöhtes Risiko, ein solches zu entwickeln. Vorangegangene Studien berichteten, dass rupturierte Aneurysmata in nachfolgenden Generationen um bis zu 20 Jahre früher auftreten. Dies würde bedeuten, dass genetische Faktoren akkumulieren und ein aggressives Screening nötig ist. Eine neue Studie widerlegt die bisher gewonnenen Erkenntnisse jedoch zum Teil.

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An der Studie nahmen 26 klinische Zentren in den USA, Kanada, Neuseeland und Australien teil. Diese lieferten Daten über 429 Familien, in denen zumindest ein Fall eines rupturierten Hirnaneurysmas aufgetreten war. Die Wissenschaftler evaluierten zwei Generationen dieser Familien.

Insgesamt lagen somit Daten zu 1.641 Personen vor. Von den untersuchten Familien wiesen 54 (12,5 Prozent) Fälle von rupturierten Hirnaneurysmata in zwei Generationen auf. Jedoch traten die Ereignisse in der zweiten Generationen nicht früher, sondern in einem höheren Lebensalter auf.

„Unsere Beobachtungen widersprechen bisherigen Studien, die beim Hirnaneurysma von einer genetischen Antizipation, das heißt einem früheren Auftreten in der nachfolgenden Generationen, ausgehen“, erklärt Daniel Woo, Erstautor der Studie. © hil/aerzteblatt.de 

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