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Studie: Niereninsuffizienz erhöht Schlaganfallrisiko

Donnerstag, 5. März 2009

Oakland –  Bei Patienten mit Vorhofflimmern steigt das Schlaganfallrisiko, wenn mit dem Alter die Nierenleistung nachlässt. Dies ergab eine Studie in Circulation (2009: doi: 10.1161/CIRCULATIONAHA.108.816082).

Die Anticoagulation and Risk Factors in Atrial Fibrillation oder ATRIA-Study hatte vor Jahren gezeigt, dass die Prävalenz des Vorhofflimmerns mit dem Alter zunimmt (JAMA 2001; 285: 2370-2375). Das gleiche trifft auch auf die Nierenleistung zu: Mit steigendem Alter entwickeln immer mehr Menschen eine Proteinurie und die glomeruläre Filtrationsrate geht zurück. Diese beiden Faktoren sind nach der neuesten Auswertung der ATRIA-Study mit einem erhöhten Schlaganfall-Risiko assoziiert. 

Alan Go von Kaiser Permanente, einer Krankenversicherung in Oakland/Kalifornien, hat die Daten von 10.908 Patienten mit Vorhofflimmern ausgewertet, von denen 676 in den Folgejahren einen Schlaganfall erlitten. Für die Patienten, bei denen zu Beginn der Untersuchung eine Proteinurie nachgewiesen wurde, ermittelt Go ein um 54 Prozent erhöhtes Risiko. Außerdem bestand eine inverse Korrelation zur glomerulären Filtrationsrate, also zur Nierenleistung.

Die zunehmende Niereninsuffizienz erwies sich als ein unabhängiger Risikofaktor. Sie erhöhte das Schlaganfallrisiko in der gleichen Größenordnung wie die bekannten Risikofaktoren Alter, Herzinsuffizienz, Hypertonie, Diabetes und das weibliche Geschlecht. Go rät deshalb die Nierenfunktion mit in die Entscheidung einfließen zu lassen, ob ein Patient eine antithrombotische Therapie zur Schlaganfallprävention erhalten sollte. Die biologische Ursache des erhöhten Schlaganfallrisikos dürfte in einer durch die Niereninsuffizienz beschleunigten Arteriosklerose liegen. © rme/aerzteblatt.de

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