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Hospizstiftung beklagt Mängel bei der Versorgung Sterbenskranker

Montag, 9. März 2009

Berlin – Die Deutsche Hospizstiftung beklagt massive Mängel bei der Versorgung Sterbenskranker. Der Gesetzgeber habe 2007 die Gründung von 330 Teams zur Palliativversorgung beschlossen, sagte Stiftungs-Vorstand Eugen Brysch im Interview der Wochenzeitung „Das Parlament“. Obwohl dafür bis 2008 rund 210 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden seien, gebe es bis heute nicht einmal eine Handvoll derartiger Dienste. 

Laut Brysch können ein paar Hospize mehr das Problem nicht lösen. Vielmehr gehe es um ein „hospizlich-palliatives Konzept“, um Leiden am Lebensende zu mildern. Der Stiftungs-Vorstand kritisierte, dass Sterbende in Krankenhäusern an ihrem Bedarf vorbei behandelt würden.

Das System der Fallpauschalen honoriere Heil-Maßnahmen. Schwerstkranke und Sterbende bräuchten aber professionelle Linderung ihrer Beschwerden und Begleitung. 

Nach den Worten von Brysch hilft es nicht, „wenn am Sonntag eine schöne Rede gegen aktive Sterbehilfe gehalten wird und am Montag nichts mehr davon da ist“. Ein Patientenverfügungsgesetz und das Beibehalten des Euthanasie-Verbots liefen ins Leere, wenn die politischen Akteure nicht erkennten, dass die Menschen Angst vor den letzten drei Jahren ihres Lebens hätten.  © kna/aerzteblatt.de

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