Medizinethiker fordert gesetzliches Verbot der Suizidbeihilfe
Dienstag, 10. März 2009
Mannheim – Der Mannheimer Medizinethiker Axel W. Bauer hat sich dafür ausgesprochen, Suizidbeihilfe in Deutschland generell unter Strafe zu stellen. Als Beispiel könne das österreichische Strafrecht dienen, wonach bei der Mitwirkung an einer Selbsttötung eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren drohe, sagte das Mitglied des Deutschen Ethikrats dem „Mannheimer Morgen“ vom Dienstag.
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Bauer reagierte damit auf Äußerungen des Medizinrechtlers Jochen Taupitz, der dafür plädiert, dass Ärzte Schwerkranken auch beim Suizid helfen dürfen. Die Bundesärztekammer lehnte diesen Vorstoß ab. Bauer wirft Taupitz vor, „mit abenteuerlichen Äußerungen die Sterbehilfe durch Ärzte salonfähig“ machen zu wollen.
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