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US-Schmerzforscher soll 21 Studien gefälscht haben

Mittwoch, 11. März 2009

Springfield – Ein namhafter US-Experte zur Behandlung von postoperativen Schmerzen soll in großem Stil wissenschaftliche Studien gefälscht haben. Das berichten US-Medien unter Berufung auf Ermittlungen seines (früheren?) Arbeitsgebers.

Das Baystate Medical Center hat Scott Reuben inzwischen von seiner Homepage gelöscht. Der Anästhesiologe soll keine der Studien, über die er in 21 wissenschaftlichen Arbeiten, vornehmlich in Anesthesia & Analgesia, publiziert hat, durchgeführt haben. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf eine Sprecherin der Klinik, an der derzeit eine Untersuchung durchgeführt wird. Aufgefallen sei der vermutete Betrug im Frühjahr letzten Jahres, als die Klinik bei einer Überprüfung feststellte, dass der Mediziner gar keine Genehmigung zur Durchführung klinischer Studien hat. 

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Bei vielen Untersuchungen soll es sich um Anwendungsbeobachtungen für Arzneimittelhersteller gehandelt haben. Bevorzugtes Thema war zuletzt der Einsatz des nicht steroidalen Antiphlogistikums Celecoxib (Celebrex®) und des Antikonvulsivums Pregabalin (Lyrica®) zur Behandlung postoperativer Schmerzen.

Die Universität hat die Journale aufgefordert, die Arbeiten zurückzuziehen. Der Chefredakteur von Anesthesia & Analgesia bezeichnete Steuben als einen der fleißigsten Forscher auf dem Gebiet der postoperativen Schmerzbehandlung. Auch der Hersteller von Celebrex und Lyrica (Pfizer) wird sich fragen, wie valide die von Steuben mitgeteilten Daten waren. © rme/aerzteblatt.de

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