Köln – Umfassende Maßnahmen gegen Kinderpornografie haben das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef und die Kinderschutzorganisation Ecpat (End Child Prostitution, Pornography And Trafficking of Children for Sexual Purposes) gefordert. Anlass ist ein Treffen zwischen Internetprovidern und Vertretern der Bundesregierung am Freitag.
„Konsum, Verbreitung und Herstellung von Kinderpornografie werden in Deutschland bislang nicht ausreichend bekämpft“, kritisierten die Organisationen. Kinder seien daher nur unzureichend vor sexueller Gewalt und Ausbeutung im Internet geschützt. Die Organisationen fordern, kinderpornografische Internetseiten schnellstens zu sperren.
„Hinter jedem kinderpornografischen Bild im Netz steht der reale Missbrauch eines Kindes“, sagte die Geschäftsführerin von Unicef Deutschland, Regine Stachelhaus. Erfahrungen in Skandinavien und Großbritannien zeigten, dass diese Sperren viele Internetnutzer von diesen Seiten abhalten.
Ecpat und Unicef betonen in diesem Zusammenhang, dass diese Sperrungen rechtsstaatlich kontrolliert werden müssen, damit das Recht auf Informationsfreiheit gewahrt bleibe. Sie sehen die Sperren aber als unerlässlichen Baustein für einen umfassenden Schutz von Kindern. © hil/aerzteblatt.de
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