| Jörg-Dietrich Hoppe /dpa |
Berlin/München – Eine umfassende Beratung für Frauen, die ihre Schwangerschaft aus medizinischer Indikation in einem fortgeschrittenen Stadium abbrechen, haben die Bundesärztekammer (BÄK) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) gefordert.
Die beiden Organisationen begrüßten, dass der Deutsche Bundestag sich mit dem Thema befassen werde. „Das Parlament muss jetzt gemeinsam an Lösungen arbeiten, die Schwangeren Unterstützung und Hilfestellung in den schwierigen Belastungs- oder Konfliktsituationen geben. Die Chance für eine einvernehmliche Lösung darf nicht vertan werden“, sagte der BÄK-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe am Freitag in Berlin.
Ein schlüssiges Beratungskonzept forderte auch der Präsident der DGGG, Rolf Kreienberg. „Abbrüche im späten Stadium der Schwangerschaft sind nicht nur für die betroffenen Frauen häufig eine traumatische Erfahrung, auch für uns Ärzte sind sie eine große Belastung“, sagte er.
BÄK und DGGG fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme eine obligatorische ärztliche Beratung vor und nach den pränataldiagnostischen Maßnahmen. Wichtig sei, die ärztliche und psychosoziale Beratung eng miteinander zu verknüpfen. © hil/aerzteblatt.de
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