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UV-Licht kann Tuberkuloseausbreitung in Kliniken stoppen

Dienstag, 17. März 2009

London – Die Installation von UV-Lampen an der Decke und eines Ventilators, der die Luft umwälzt, sind eine einfache, kostengünstige und nach einer Studie in PLoS Medicine (2009; 6: e1000043) auch effektive Methode, um das Übertragungsrisiko von Mycobacterium tuberculosis deutlich zu senken.

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In einer früheren Studie hatte Rod Escombe vom Imperial College London bereits zeigen können, dass das einfache Öffnen der Fenster (vorausgesetzt, sie sind groß genug und reichen bis zur Decke) das Infektionsrisiko besser senkt, als teure Klimageräte (PLoS Med 2007; 4: e68). Für die Länder, in denen das dauerhafte Öffnen der Fenster aus klimatischen Gründen nicht möglich ist, empfiehlt der Infektiologe jetzt die Installation einer Lampe, die UV-C-Licht emittiert und eines Ventilators, der die Luft regelmäßig durch den Lichtkegel (der sicherheitshalber zur Decke hin gerichteten Strahlen) strömen lässt. Dass UV-C-Licht Mykobakterien abtöten kann, war bekannt. Dies muss aber nicht automatisch bedeuten, dass die Lampen in der täglichen Praxis von Nutzen sind.

Um die Effektivität seiner Installation zu prüfen, führte Escombe an mehreren Kliniken in Lima, wo Patienten mit (offener) Tuberkulose behandelt werden, eine vergleichende Studie durch. Er ließ die Abluft aus den Wartezimmern auffangen, um damit Meerschweinchen zu exponieren. Diese Tiere sind empfänglich für eine Infektion mit Mycobacterium tuberculosis, und tatsächlich erkrankten in den Kliniken ohne UV-C-Lampe 35 Prozent der Tiere an einer Tuberkulose. In Kliniken, in denen UV-C-Lampen und Ventilatoren angebracht waren, entwickelten nur 9,5 Prozent der Tiere eine Tuberkulose.

Eine etwas geringere Schutzwirkung erzielten sogenannte Ionisatoren. Sie laden Schwebteilchen der Luft negativ auf, sodass diese auf Oberflächen haften. Die Installation dieser Geräte senkte die Infektionsrate auf 14 Prozent, war also ebenfalls effektiv, wenn auch etwas weniger stark als die UV-Lampen, deren Kosten Escombe auf 350 US-Dollar beziffert. Er hofft aber, den Preis auf 100 US-Dollar senken zu können. Hinzu kommen 25 US-Dollar für das Leuchtmittel. Das dem Imperial College London angeschlossene St Mary's Hospital hat dem Vernehmen nach bereits einige Geräte geordert. © rme/aerzteblatt.de

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