Amsterdam – Der Hippocampus, die für die Gedächtniskonsolidierung zuständige Schaltstelle im Temporallappen, gehört zu den ersten Regionen, die beim Morbus Alzheimer geschädigt werden. Dies zeigen kernspintomografische Studien in Neurology (2009; 72: 999-1007).
Der Alzheimer-Demenz gehen häufig leichte kognitive Einschränkungen (mild cognitive impairment, MCI) voraus, ohne dass es bisher möglich war, vorherzusagen, welche MCI-Patienten erkranken und bei welchen es sich lediglich um eine altersbedingte Zerstreutheit handelt. Eine kernspintomografische Untersuchung könnte hier in Zukunft für Klarheit sorgen.
Mit leistungsstarken Geräten lässt sich heute die Größe des Großhirns, aber auch seiner einzelnen Kerngebiete messen. Wouter Henneman vom VU University Medical Center in Amsterdam führte diese Untersuchung bei 64 Personen mit Morbus Alzheimer, MCI oder gesunde Kontrollen durch, wobei er sich naturgemäß für die beiden Hippocampi interessierte, da hier häufig frühe pathologische Veränderungen gefunden werden.
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