Sterbehilfe für Minderjährige ist in Belgien Realität
Donnerstag, 26. März 2009
Brüssel – Sterbehilfe an Minderjährigen wird laut einer neuen Studie in Belgien trotz gesetzlichen Verbots bereits praktiziert. In den vergangenen beiden Jahren seien Minderjährigen in 25 Fällen auf Intensivstationen lebensbeendende Mittel verabreicht worden, berichtete die Brüsseler Zeitung „Le Soir“ am Donnerstag.
In 51 weiteren Fällen hätten die Ärzte die Behandlung eingestellt und schmerzstillende Mittel verabreicht, die eine lebensverkürzende Wirkung als Nebeneffekt haben könnten. Die Entscheidung über die Gabe lebensbeendender Maßnahmen werde im Regelfall von den Ärzten getroffen. Die Zeitung beruft sich auf eine Studie der Brüsseler Universität an fünf der sieben belgischen Intensivstationen für Kinder und Jugendliche.
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