Wien – Mit deutlicher Mehrheit hat sich in Österreich die Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt für eine Liberalisierung der Forschung mit embryonalen Stammzellen ausgesprochen. In dem von dem Gremium jetzt vorgelegten 57-seitigen Bericht findet sich eine Empfehlung, in der 17 der 25 Mitglieder diesen Weg befürworten.
Anzeige
Dagegen formulieren fünf Mitglieder ein Minderheitenvotum; drei Mitglieder haben sich der Stimme enthalten. Unter den Befürwortern finden sich die Vorsitzende der Kommission, die Juristin Christine Drumel, und der evangelische Theologe Ulrich Körtner.
Als „Forderungen von vorgestern“ bewertet das Wiener katholische Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) das Mehrheitsvotum der Bioethikkommission. Zur Forschung mit embryonalen Stammzellen gebe es „ethisch sauberere und wissenschaftlich attraktivere“ Alternativen, erklärte das IMABE unter Verweis auf die Ergebnisse mit adulten und induzierten pluripotenten Stammzellen. Bei beiden Methoden würden Stammzellen ohne die Zerstörung von Embryonen gewonnen.
Die Befürworter einer Liberalisierung halten die Forschung mit embryonalen Stammzellen für „wissenschaftlich relevant“, und „moralisch grundsätzlich legitim und förderungswürdig“ (Körtner).
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.