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Österreich: Kommission stützt embryonale Stammzellforschung

Freitag, 27. März 2009

Wien – Mit deutlicher Mehrheit hat sich in Österreich die Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt für eine Liberalisierung der Forschung mit embryonalen Stammzellen ausgesprochen. In dem von dem Gremium jetzt vorgelegten 57-seitigen Bericht findet sich eine Empfehlung, in der 17 der 25 Mitglieder diesen Weg befürworten.

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Dagegen formulieren fünf Mitglieder ein Minderheitenvotum; drei Mitglieder haben sich der Stimme enthalten. Unter den Befürwortern finden sich die Vorsitzende der Kommission, die Juristin Christine Drumel, und der evangelische Theologe Ulrich Körtner.

Als „Forderungen von vorgestern“ bewertet das Wiener katholische Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) das Mehrheitsvotum der Bioethikkommission. Zur Forschung mit embryonalen Stammzellen gebe es „ethisch sauberere und wissenschaftlich attraktivere“ Alternativen, erklärte das IMABE unter Verweis auf die Ergebnisse mit adulten und induzierten pluripotenten Stammzellen. Bei beiden Methoden würden Stammzellen ohne die Zerstörung von Embryonen gewonnen.

Die Befürworter einer Liberalisierung halten die Forschung mit embryonalen Stammzellen für „wissenschaftlich relevant“, und „moralisch grundsätzlich legitim und förderungswürdig“ (Körtner).

Die Rechtslage werde dieser Bedeutung nicht gerecht. Zwar soll die Herstellung befruchteter Eizellen für die Forschung auch nach dem Willen der Kommissionsmehrheit verboten bleiben. Sie möchte jedoch die Verwendung überzähliger befruchteter Eizellen bei In-vitro-Fertilisationen zulassen – wenn die Frau zustimmt. Dabei sollte es keine einschränkende Stichtagsregelung geben. © kna/aerzteblatt.de

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