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Ärzteschaft

KV Westfalen-Lippe gegen Offenlegung der Arzthonorare

Freitag, 27. März 2009

Münster – Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) wehrt sich gegen die Forderung, ärztliche Einkommen offen zu legen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hatte am Freitag im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen Gesetzesentwurf angekündigt, der niedergelassene Mediziner verpflichten soll, ihre Einkommen regelmäßig bekannt zu machen.

Nachdem die Regierung mit detaillierten Vorschriften im Sozialgesetzbuch für ein Chaos in der Honorarverteilung der Ärzte gesorgt habe, wisse sich die Ministerin nun wohl nicht mehr anders zu helfen, als die Ärzteschaft mit einer Neiddebatte zu überziehen, hieß es dazu aus der KV.

„Was dürfen Ärzte und Psychotherapeuten verdienen, um in den Augen von Ulla Schmidt Anspruch auf eine angemessene Vergütung für ihre Leistungen zu haben“, fragte der KV-Vorsitzende Ulrich Thamer angesichts des Vorstoßes der Bundesgesundheitsministerin. Obwohl die Höhe der Ärztehonorare nichts über Versorgungsqualität und -aufwand aussage, löse deren Veröffentlichung mit Sicherheit Neid aus.

Der westfälische Ärztevertreter hielt der Ministerin entgegen, dass die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten immer noch einen freien Beruf darstellten. Sie böten Leistungen an, die nach einer vorher vereinbarten Gebührenordnung abgerechnet werden sollten. Doch für Ärzte sei diese transparente Vertragswelt außer Kraft gesetzt. Zwar gebe es die Gebührenordnung und es werde auch nach ihr abgerechnet. Die vereinbarten Preise würden jedoch leider nicht bezahlt.

Thamer verwies darauf, dass das Honorar für Ärzte seit mehr als 15 Jahren eng budgetiert sei. Die bundesweite Honorarreform habe jetzt offenbart, zu welch geringen Preisen die Versicherten betreut werden müssten. Da helfe auch kein Blick auf Gesamtumsätze. © hil/aerzteblatt.de

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