Boston – Die Zahl der Menschen, die im Laufe ihres Lebens mehr als einmal der Strahlendosis einer Computertomografie ausgesetzt sind, ist in den letzten Jahren gestiegen. Viele haben einer Studie in Radiology (2009; 251: 175-184) zufolge ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko.
| dpa |
Die Computertomografie hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der radiologischen Diagnostik entwickelt und wird deshalb zunehmend häufiger eingesetzt. In den USA kamen 2007 auf 300 Millionen Einwohner 68,7 Millionen CTs. Es verwundert daher nicht, dass Aaron Sodickson vom Brigham and Women's Hospital in Boston bei der Analyse der Patientenakten seiner Klinik und des Dana-Farber Cancer Center feststellte, dass viele Patienten in ihrem Leben bereits mehr als eine CT-Untersuchung erlebt hatten. Bei jedem dritten waren es sogar 5 oder mehr CTs, bei 5 Prozent mehr als 22 CTs und ein Prozent brachte es sogar auf mehr als 38 CTs.
Die Patienten waren damit einer beträchtlichen Strahlendosis ausgesetzt. Laut den Berechnungen von Sodickson lag sie bei 15 Prozent der Patienten bei mehr als 100 Millisievert (mSv), was etwa 1.000 Röntgen-Thoraxuntersuchungen entspricht. Vier Prozent der Patienten waren sogar einer Dosis von 250 mSv und ein Prozent einer Dosis von mehr als 399 mSv ausgesetzt.
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