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Politik

Pflegeberuf soll attraktiver werden

Freitag, 3. April 2009

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Berlin – Die Attraktivität der Pflegeberufe soll verbessert werden. Vertreter von Gewerkschaften, Krankenkassen, Krankenhäusern, Ärzten und Pflegeverbänden verständigten sich am Donnerstag auf dem zweiten Pflegegipfel in Berlin auf ein Maßnahmenbündel. So soll die Zufriedenheit der Pflegekräfte mit ihrem Beruf erhöht werden, indem zum Beispiel die familiäre Situation bei der Dienstplanung berücksichtigt wird. Zudem soll der Zugang zur Weiterbildung durch Freistellungen und Finanzierungsmöglichkeiten verbessert werden. Um ältere und erfahrene Pflegekräfte im Beruf zu halten, soll es außerdem geeignete altersgerechte Arbeitsplätze geben.

„Nur wenn wir es schaffen, die Attraktivität des Pflegeberufs zu sichern, wird es auch künftig den dringend nötigen Pflegekräftenachwuchs geben“, erklärte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zum Abschluss des Treffens. Sie verwies auf das vergangene Woche in Kraft getretene Förderprogramm, mit dem in den nächsten drei Jahren bis zu 17.000 zusätzliche Pflegestellen in den Krankenhäusern geschaffen werden sollen. Nun gelte es, die Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal zu verbessern und die Qualität der Pflege zu erhöhen, betonte Schmidt. In den Krankenhäusern arbeiten derzeit mehr als 300.000 Pflegekräfte.

Die Teilnehmer des Pflegegipfels empfehlen dem Gemeinsamen Bundesausschuss von Ärzten und Kassen darüber hinaus, pflegebezogene Qualitätsindikatoren zu entwickeln und diese in die Qualitätssicherung einzubeziehen. Dadurch sollen Mängel bei der Pflege aufgedeckt und abgestellt werden. An dem Pflegegipfel nahmen unter anderem die Gewerkschaft Verdi, der Spitzenverband der gesetzlichen Kassen, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Bundesärztekammer und der Deutsche Pflegerat teil. © afp/aerzteblatt.de

aerzteblatt.de

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