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CSU: Schmidt hat Vereinbarungen gebrochen

Montag, 6. April 2009

Passau – CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt fordert Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zur sofortigen Umsetzung von Vereinbarungen beim Gesundheitsfonds auf.

Sonst stelle die CSU die Systemfrage, sagte Dobrindt der „Passauer Neuen Presse“ vom Freitag. „Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat die Gesundheitsreform versemmelt, sie geht vom sozialistischen Gedanken einer Staatsmedizin aus zum Schaden der Versicherten, Patienten und der Leistungserbringer. Grundlegende Vereinbarungen wurden schlichtweg nicht eingehalten. Deshalb gibt es von uns Widerstand“, sagte Dobrindt.

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Auch Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) kritisierte die Reformen im Gesundheitswesen. Sie seien „höchst unsozial“, sagte er am Freitag im Radiosender „Bayern2“. Besonders die Honorarreform ist nach Söders Ansicht komplett gescheitert. Mit ihrer Zustimmung zum Gesundheitsfonds hat die CSU nach Söders Worten „das Schlimmste“ verhindern wollen. Eine Mehrheit aus Union und FDP werde nach der Bundestagswahl eine Wende in der Gesundheitspolitik herbeiführen, sagte er.

Das Bundesgesundheitsministerium wies Söders Vorwürfe am Freitag zurück. Die Reform sei vom Bundestag mit den Stimmen der Großen Koalition verabschiedet worden und sichere eine „gute und moderne Versorgung für die Zukunft“, sagte Ministeriumssprecher Klaus Vater in Berlin. „Wenn Herr Söder das nicht versteht, ist das seine eigene Angelegenheit.“

Dobrindt  betonte: „Wir wollen eine Korrektur in drei wesentlichen Punkten. Erstens: die Versorgungssicherheit der Patienten, zweitens: Die Regionalisierung im System muss erhalten bleiben – Stichwort: Konvergenzklausel, ein Punkt, den die CSU schon seit Jahren anmahnt. Und drittens: die Honorarsituation für die Ärzte, wo wir 2,7 Milliarden Euro mehr an Steuer- und Beitragsgeldern ins System gegeben haben, aber die Situation schlechter ist als zuvor.“ 

Unterdessen sagte der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer vor Beginn einer Klausurtagung des CSU-Vorstands im oberfränkischen Kloster Banz, er habe die „Zusage“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass das Honorarproblem gelöst werde. Er habe am Freitag mit ihr über diesen Punkt gesprochen. Ausdrücklich verteidigte er dabei Markus Söder. Dieser habe seine volle Rückendeckung. „Sie kriegen nichts, wenn sie nur Freundlichkeiten austauschen.“ Trotzdem gehe er davon aus, dass die Probleme gelöst werden. Er halte den Gesundheitsfonds durchaus für „reparabel“. © ddp/afp/aerzteblatt.de

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adonis
am Freitag, 3. April 2009, 16:53

CSU ins Bayerische Staatsmuseum für Prähistorie

Wiedermal Parteipolitik einer Partei, die um ihre Zukunft bangt. Die CSU ist so aktuell für die deutsche Politik, wie der Neandertaler für die heutige Gesellschaft. Da hat man mit der CSU über Jahrzehnte gegen die Ärzteschaft gearbeitet: ich erinnere nur an Norbert Blüm und Herrn Seehofer. Und kaum läuft man Gefahr im politischen Nichts zu verschwinden, entdeckt man das Herz für die Ärzte.
Wichtiger als solche propagandistischen Aktionen, die nach der Europawahl und Bundestagswahl eingepackt werden, wären richtige und nachhaltige Weichenstellungen im Gesundheitswesen, die aber mit solchem Krawall und markigen Sprüchen nicht durchzusetzen sind. Herr Seehofer: Mein Gedächtnis ist nicht so kurz. Ich kann mich sehr genau an ihre Zeiten als Bundesgesundheitsminister erinnern und an das was sie gesagt und getan haben. Und an ihren Kollegen Norbert Blüm von der CDU. Auch wenn sie sich heute als der Retter der Ärzteschaft aufspielen wollen: Es nützt nichts. Die vergangenen Tage kleben an ihnen. No Bonus!!!

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