Berlin – Die Deutsche Hospiz Stiftung hat Pläne des Schweizer Sterbehhelfers Ludwig Minelli scharf verurteilt, einer völlig gesunden Frau beim Suizid zu helfen. Der Geschäftsführende Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, sprach am Freitag in Berlin von Skrupellosigkeit und schamloser Geschäftemacherei mit dem Leid von Menschen.
Minelli, Chef der umstrittenen Organisation Dignitas, hatte am Donnerstag in einem Radiointerview angekündigt, er wolle einer gesunden Kanadierin Sterbehilfe leisten, die ihrem schwer krebskranken Ehemann in den Tod folgen will. Die Legalität dieser Aktion wolle er zuvor gerichtlich prüfen lassen.
Der Vorstand der Hospizstiftung nannte den Vorgang ein drastisches Beispiel für die Konsequenzen von Sterbehilfe insgesamt. „Ist assistierter Suizid erst einmal für einige erlaubt, droht ganz schnell ein Dammbruch, wie ihn Minelli jetzt herbeiwünscht.“ Brysch plädierte erneut für ein klares Verbot der aktiven Sterbehilfe, die nicht mit der Begleitung Sterbender verwechselt werden dürfe. © kna/aerzteblatt.de
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