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Schwerkranke in häuslicher Pflege häufig depressiv

Dienstag, 7. April 2009

Leipzig – Knapp die Hälfte aller Patienten in häuslicher Pflege mit schwerer unheilbarer Erkrankung leidet unter Depressionen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Universität Leipzig hervor. 

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Demnach berichtete jeder vierte der tumorerkrankten Patienten auch von mäßiger bis starker Angst. Über 75 Prozent litten unter starker Schwäche und Müdigkeit. Bei 42 Prozent treten laut Studie mehrere Symptome gleichzeitig auf. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät befragten über zwei Jahre 100 häuslich versorgte Patienten mit einer Tumorerkrankung sowie ihre pflegenden Angehörigen und die Pflegedienste. 

Auch die Angehörigen stehen laut Studie unter hohem psychosozialen Druck. Dabei litten pflegende Frauen häufiger unter psychosomatischen Krankheiten als Männer. „Die pflegenden Angehörigen fühlen sich häufig mit der Situation allein gelassen und unsicher“, erklärte Projektleiterin Heide Götze. 

Als Ergebnis der Studie plädieren die Wissenschaftler für psychosoziale Betreuung von Patienten und Angehörigen sowie eine stärkere Vernetzung von Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten. © kna/aerzteblatt.de

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