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Neun Prozent der Eltern zweifeln an Impfungen

Dienstag, 7. April 2009

Hamburg – Neun Prozent der Eltern in Deutschland zweifeln an der Notwendigkeit von Impfungen für ihre Kinder. Ein Prozent der befragten Mütter und Väter sind grundsätzlich gegen eine Impfung. Dies ergab eine am Dienstag veröffentlichte Forsa-Umfrage der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) und der Zeitschrift „Eltern“.

Der Kinder- und Jugendarzt Gerhard Kroschke findet dies besorgniserregend. Impfungen seien im Kampf gegen Kinderkrankheiten die effektivsten Präventionsmaßnahmen, sagte er. An der Umfrage beteiligten sich rund 1.000 Eltern von Kindern bis sechs Jahren.

Nach einer weiteren DAK-Umfrage glauben 44 Prozent der Befragten entgegen der medizinischen Erkenntnisse, dass Mehrfachimpfungen den Organismus von Säuglingen überfordern.

„Die Menge der Antigene in den heutigen Impfstoffen ist so gering, dass das Immunsystem des Babys sehr gut damit fertig wird“, erklärte Kinderarzt Kroschke. Während 66 Prozent der befragten 1005 Frauen und Männer ab 18 Jahren eine Impfpflicht für Masern für sinnvoll halten, lehnen 26 Prozent dies ab. Kroschke warnte vor der Verharmlosung der Krankheit, die zu tödlichen Hirnentzündungen führen könne.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt 13 verschiedene Impfungen für Kinder. Vom 20. bis 26. April findet die vierte Europäische Impfwoche der Weltgesundheitsorganisation statt. © afp/aerzteblatt.de

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