Kommunikation von Krebspatienten und Ärzten verbessern
Mittwoch, 8. April 2009
Bonn – Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe fühlen sich onkologische Patienten von ihren Ärzten oft nicht ausreichend informiert. Die Universitäten Heidelberg und Freiburg wollen nun in einer Studie prüfen, ob spezielle Schulungen und Informationsmaterialien die Kommunikation zwischen Ärzten und Krebspatienten verbessern können. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt das Projekt mit 372.000 Euro.
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In der Studie wird eine spezielle Schulung für Onkologen entwickelt und wissenschaftlich erprobt. Diese soll zunächst die Kommunikation zwischen Ärzten und Darmkrebspatienten verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei das „shared decision making“, auch partizipative beziehungsweise gemeinschaftliche Entscheidungsfindung genannt.
Es soll für mehr Transparenz im Arzt-Patienten-Gespräch sorgen und eine partnerschaftliche Beteiligung des Patienten ermöglichen. „Die Schulung soll dazu beitragen, dass Krebspatienten eine Behandlung erhalten, die ihre individuellen Einstellungen, Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt“, erklärt der Freiburger Projektleiter der Studie Martin Härter.
An der Studie nehmen 50 Onkologen und 400 Patienten teil. Die eine Hälfte der Ärzte bekommt ein spezielles Kommunikationstraining, bei dem sie lernen, wie sie die Patienten besser in die Entscheidung mit einbeziehen und laiengerecht über die Behandlungsoptionen informieren können. Die andere Hälfte der Ärzte wird als Kontrollgruppe nicht geschult, sondern behält ihr bisheriges Verhalten bei.
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