Leipzig – Erstmals haben Chirurgen des Universitätsklinikums Leipzig einem sechs Monate altem Baby den rechten Lungenunterlappen minimalinvasiv entfernt. Die Operation war notwendig, weil das Kind mit einer lebensbedrohlichen Fehlbildung der Lunge geboren wurde.
Das Kind litt an einer so genannten cystisch-adenomatoiden Malformation, bei der ein ganzer Lungenlappen zerstört ist. „Hätten wir die Entfernung nicht durchgeführt, wäre möglicherweise eine lebensbedrohliche Lungenentzündung entstanden“, erklärt Holger Till, Direktor der Kinderchirurgischen Klinik.
Bislang musste bei der Operation dieser Erkrankung der Brustkorb immer geöffnet werden. Die entstehenden Nebenwirkungen belasteten den Organismus der kleinen Patienten enorm. Anders bei der minimalinvasiven Operation: In einem dreistündigen Eingriff entfernten die Chirurgen mittels vier fünf Millimeter kleiner sogenannter Trokare einen ganzen Lungenlappen des Babys. Bereits neun Tage nach der Operation war der kleine Patient wieder wohlauf und durfte das Krankenhaus nach Hause verlassen. © hil/aerzteblatt.de
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