| Elektronenmikroskopische Aufnahme mehrerer HI-Viren /dpa |
Bethesda – Die amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben ihre Leitlinien zur Prävention und Therapie von opportunistischen Infektionen bei HIV-Erkrankten aktualisiert. Eine Version für die Behandlung von Kindern soll noch in diesem Jahr folgen.
Das 216-seitige Dokument in Morbidity and Mortality Weekly Report (2009; 58: RR4) dürfte die derzeit umfassendste Darstellung zu den Folgen der Immunschwäche sein, die dank der antiretroviralen Therapie immer seltener gesehen wird.
Das Team um Henry Masur von den National Institutes of Health in Bethesda/Maryland betonen dementsprechend, dass der Erhalt der Immunkompetenz die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung opportunistischer Infektionen ist. Die Leitlinien beschäftigen sich auch mit Hepatitis B und Hepatitis C, die inzwischen häufiger als Koinfektion auftreten dürften, denn als eine Folge der Reaktivierung infolge einer Immunschwäche.
Wichtig für HIV-Infizierte ist die rechtzeitige Diagnose einer latenten Tuberkulose, die durch die Einführung von Interferon-gamma Release-Assays erleichtert wird. Ein neues Kapitel befasst sich mit Tropenerkrankungen bei HIV-Infizierten, was für die Betreuung von Immigranten und Fernreisenden von Bedeutung sein könnte. Zuletzt waren die Leitlinien im Jahr 2002 (zur Prävention opportunistischer Infektionen) und 2004 (zur Therapie opportunistischer Infektionen) erschienen. © rme/aerzteblatt.de
| Versenden | Teilen |
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.