Medizin

Buddhistische Nonnen: Keine Osteoporose trotz Veganer-Kost

Freitag, 17. April 2009

Sydney – Calciummangel gilt als wichtiger Risikofaktor für die Osteoporose. Doch bei buddhistischen Nonnen, die sich rein vegan ernähren, kommt es einer Querschnittsstudie in Osteoporosis International (2009; 10.1007/s00198-009-0916-z) zufolge nach der Menopause keineswegs zu einem beschleunigten Rückgang der Knochendichte.

Die Gruppe um Tuan Nguyen vom Garvan Institute of Medical Research in Sydney hat bei 105 Nonnen aus mehreren buddhistischen Klostern in Ho-Chi-Minh-Stadt (dem früheren Sàigòn) die Knochenmineraldichte mittels Doppelröntgen-Absorptiometrie („DXA“) bestimmt.

Eigentlich hatten die Forscher bei den 50 bis 85 Jahre alten Frauen Zeichen einer Osteoporose erwartet, denn die Nonnen ernähren sich streng veganisch. Sie verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern auf jegliche tierische Bestandteile und damit auch auf calciumreiche Milchprodukte. 

Die tägliche Calciumaufnahme der Nonnen betrug nach Schätzung der Forscher im Durchschnitt lediglich 370 mg und lag damit deutlich unter der empfohlenen Zufuhr von 1000 mg/die. Dennoch war die Knochendichte nicht geringer als in einer Vergleichsgruppe gleichaltriger sich omnivor ernährender Frauen. 

Allerdings wurde in der Studie nicht der Vitamin-D-Gehalt im Blut bestimmt. Das Hormon wird auch unter UV-Einfluss in der Haut gebildet und Unterschiede in den Lebensgewohnheiten (etwa der häufige Aufenthalt im Freien) könnten durchaus dazu führen, dass die Nonnen höhere Vitamin-D-Spiegel haben und deshalb das Calcium in der Nahrung besser verwerten als Veganer hierzulande, denen Ärzte in der Regel zur Substitution von Calcium raten. © rme/aerzteblatt.de

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adonis
am Montag, 20. April 2009, 13:01

Unterschied Osteoporose-Osteomalazie

Es werden alle mal aufgefordert sich die entsprechenden pathophysiologischen Zusammenhänge wieder mal anzulesen. Wäre doch mal was für die Weiterbildung im Ärzteblatt. Denn: Osteoporose ist nur so interessant, weil sich Pharmafirmen dumm und dämlich verdient haben.

Einen Brüller habe ich fahren lassen bei folgender Passage:

Allerdings wurde in der Studie nicht der Vitamin-D-Gehalt im Blut bestimmt. Das Hormon wird auch unter UV-Einfluss in der Haut gebildet und Unterschiede in den Lebensgewohnheiten (etwa der häufige Aufenthalt im Freien) könnten durchaus dazu führen, dass die Nonnen höhere Vitamin-D-Spiegel haben...

Wir wissen ja alle, dass Nonnen besonders freizügig in Mallorca in der Sonne liegen. Grins.
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