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Ärzteschaft

Bundesärztekammer gegen Einheitsversicherung

Freitag, 24. April 2009

Berlin – Gegen eine Einheitsversicherung sprechen sich die Bundesärztekammer (BÄK) und der Verband der Privatärztlichen Verrechnungsstellen (PVS) aus. Zum Auftakt des Workshops „Weiterentwicklung der privaten Krankenversicherung“ am Freitag in Berlin forderten BÄK und PVS, dass die Koexistenz von gesetzlicher (GKV) und privater Krankenvollversicherung (PKV)auch in Zukunft bestehen bleiben müsse.

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„Der im internationalen Vergleich hohe Standard der medizinischen Versorgung ist eng verbunden mit dem Erfolgsmodell des gegliederten Krankenversicherungssystems“, betonte Franz Gadomski, Vorsitzender des BÄK-Ausschusses „Gebührenordnung“. Auch weiterhin müsse eine starke private Vollversicherung bei der Integration medizinischer Innovationen vorangehen und den Unterschied zwischen guter und rationierter Medizin deutlich machen.

Durch das deutsche Zwei-Säulen-System habe man bisher die Nachteile staatlicher Gesundheitssysteme mit langen Wartelisten, Einschränkungen der Patientensouveränität und der Entstehung „grauer“ Gesundheitsmärkte verhindern können. „Wer dennoch die Schaffung einer staatlich verordneten Einheitsversicherung zu Lasten der PKV propagiert, nimmt eine Absenkung des Versorgungsniveaus billigend in Kauf – zum Nachteil aller Patienten“, so Gadomski.

PVS-Verbandsvorsitzender Jochen-Michael Schäfer sprach sich dafür aus, das GKV-Leistungsspektrum zu überarbeiten und auf eine tatsächlich solidarische Grundversorgung zurückzuführen. „Die Prognosen zur Kostenentwicklung im Gesundheitswesen lassen keinen anderen Lösungsweg zu, als die über die Grundversicherung hinaus reichenden Leistungen in privatrechtlichen Versicherungsverhältnissen abzusichern“, so Schäfer. Dazu müsse das Verhältnis von Solidarität und Subsidiarität neu bestimmt sowie die Eigenverantwortung der Versicherten gestärkt werden. © hil/aerzteblatt.de

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