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Überlebensraten bei schwerem Schädel-Hirn-Trauma steigern

Montag, 27. April 2009

München – Neue Operationsmethoden, intensivere Überwachung und der Einsatz von Stammzellen könnten die Überlebens- und Heilungsrate von Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Tauma steigern. Darauf verwies die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) im Vorfeld des 126. Chirurgenkongresses in München.

„Wir wollen die Sterblichkeit nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma weiter reduzieren und die neurologische Erholung der oft schwerbehinderten Patienten deutlich verbessern", erklärte Jürgen Meixensberger, Direktor der Leipziger Klinik für Neurochirurgie. Denn bei diesen Patienten sei die Sterblichkeit mit 30 bis 40 Prozent nach wie vor sehr hoch.

Die Haupttodesursache sei der nicht beherrschbare Anstieg des Schädelinnendrucks aufgrund einer Hirnschwellung. Eine lebensrettende Maßnahme könnte die sogenannte Entlastungskraniektomie sein. Dabei entfernen Neurochirurgen großflächig den Schädelknochen und öffnen die harte Hirnhaut, so dass sich das geschwollene Gehirn ausdehnen kann. Nach Aussage des DGNC zeigen mehrere aktuelle Studien zum schweren Schlaganfall, dass dies lebensrettend sein kann und die Heilungschancen der Patienten erhöht.

Um bewusstlose Patienten besser zu überwachen, befänden sich außerdem verschiedene Sensoren im klinischen Test. Diese messen Patientendaten zum Schädelinnendruck, zur Durchblutung oder zum Stoffwechsel und sollen zukünftig in der neurochirurgischen Intensivbetreuung eingesetzt werden. Noch im Bereich der Grundlagenforschung befindet sich die Stammzellentherapie. Aus der Forschung gäbe es Hinweise, dass mit Hilfe von Stammzellen zerstörte Bereiche im Gehirn wieder hergestellt werden könnten. © hil/aerzteblatt.de

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